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Diese Seite bietet allgemeine Hinweise, keine Rechtsberatung. Vorschriften ändern sich häufig. Ziehe für Compliance-Entscheidungen, die dein Geschäft und deine Zielmärkte betreffen, eine qualifizierte Rechtsberatung hinzu.

Warum Compliance wichtig ist

Outbound-Calling ist in den meisten Ländern reguliert. Non-Compliance ist nicht nur ein Policy-Thema, sondern ein finanzielles und rechtliches Risiko.
RegionRegelungFolge
DeutschlandUWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb)Bis zu 300.000 € pro Verstoß bei unerlaubten B2C-Anrufen
ÖsterreichTKG (Telekommunikationsgesetz)Bis zu 50.000 € pro Verstoß
EUDSGVO / ePrivacyBis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes oder 20 Mio. €
EUAI ActVerpflichtende Offenlegung, dass Anrufende mit KI sprechen
USATCPA500-1.500 $ pro Anruf an gesetzlichen Schadensersatz; Sammelklagen werden aktiv verfolgt
USAFCC-RegelnAutomatisierte Wählsysteme benötigen vorherige ausdrückliche Einwilligung
KanadaCASLBis zu 10 Mio. $ pro Verstoß für Organisationen
AustralienDo Not Call Register ActHohe Bußgelder durch ACMA
itellicoAI stellt Geschäftszeiten, Kampagnen-Einstellungen und die Steuerung Local legal compliance window bereit, um dir bei der Einhaltung zu helfen. Es liegt jedoch in deiner Verantwortung, sicherzustellen, dass deine Kampagnen die lokalen Anforderungen erfüllen.

DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz)

Deutschland, Österreich und die Schweiz haben strenge Regeln für Outbound-Calling. Kaltakquise bei Verbraucherinnen und Verbrauchern ohne vorherige Einwilligung kann zu Bußgeldern bis zu 300.000 € (Deutschland) oder 50.000 € pro Verstoß führen.
Deutschlands Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) regelt Telemarketing zusammen mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).Business-to-Consumer (B2C):
  • Vorherige ausdrückliche Einwilligung erforderlich - Kaltakquise bei Verbraucherinnen und Verbrauchern ist ohne Consent verboten
  • Keine vermutete Einwilligung
  • Geschäftszeiten: 8:00 bis 21:00 Uhr Ortszeit, werktags empfohlen
  • Eine öffentlich genannte Telefonnummer stellt keine Einwilligung dar
Business-to-Business (B2B):
  • Erlaubt unter vermuteter Einwilligung, wenn:
    • die potenzielle Person dokumentiertes Interesse an deinem Produkt oder Service hat
    • das Interesse konkret und nicht abstrakt ist
    • du die vermutete Einwilligung zum Anruf belegen kannst
  • Dokumentation ist entscheidend - Halte den Nachweis des Interesses fest
Durchsetzung:
  • Die BNetzA setzt Verstöße durch
  • Bußgelder bis zu 300.000 € pro Verstoß
  • Automatisierte Wählsysteme ohne Einwilligung verboten
Empfohlene Einrichtung:
  1. Prüfe, ob dokumentierte Einwilligung oder berechtigtes geschäftliches Interesse vorliegt
  2. Setze Geschäftszeiten auf 8:00-21:00 Uhr (Zeitzone Europe/Berlin)
  3. Führe genaue Nachweise über Einwilligungsquelle und Datum
  4. Rufe niemals Nummern auf Opt-out-Listen an
Österreichs Telekommunikationsgesetz (TKG 2021) setzt strenge Regeln für Kaltakquise um.B2C:
  • Kaltakquise ist verboten - Es gibt kein Modell für vermutete Einwilligung
  • Strenger als Deutschland - ausdrückliches Opt-in erforderlich
  • ECG-Opt-out-Liste - nationales Do-Not-Call-Register
B2B:
  • Laxer als B2C, erfordert aber trotzdem eine nachvollziehbare Geschäftsbeziehung
  • Geschäftlichen Bezug vor dem Anruf dokumentieren
Geschäftszeiten:
  • Zwar nicht explizit vorgeschrieben, aber orientiere dich an deutschen Standards: 8:00-21:00 Uhr Ortszeit
  • Vermeide Wochenenden für Kaltakquise
Empfohlene Einrichtung:
  • Zeitzone Europe/Vienna verwenden
  • Mo-Fr 9:00-18:00 für konservative Compliance konfigurieren
  • Prüfen, dass Kontakte nicht auf der ECG-Opt-out-Liste stehen
Die UWG der Schweiz regelt Telemarketing.Wichtige Anforderungen:
  • Sternchen-Opt-out: Jede Person kann ihre Nummer im Telefonverzeichnis mit einem Sternchen (*) als Opt-out markieren
  • Anrufe an Opt-out-Nummern sind unlauter, außer es besteht eine vorbestehende Geschäftsbeziehung
  • Caller-ID-Anzeige erforderlich: Die registrierte, autorisierte Rufnummer muss angezeigt werden
Geschäftszeiten:
  • Keine spezifischen gesetzlichen Zeiten, aber Best Practice: 8:00-20:00 Uhr werktags
  • Den geschäftlichen Kontext beim Timing respektieren
DSGVO-Hinweis:
  • Die Schweiz ist nicht in der EU, aber das Schweizer Recht ist stark von der DSGVO beeinflusst
  • Wende ähnliche Datenschutzstandards an
Empfohlene Einrichtung:
  • Zeitzone Europe/Zurich verwenden
  • Mo-Fr 9:00-18:00 konfigurieren
  • Sicherstellen, dass deine Caller-ID korrekt registriert ist
  • Nachweise über Geschäftsbeziehungen aufbewahren

Europäische Union

Für Kampagnen in EU-Ländern halte dich an die ePrivacy-Richtlinie (2002/58/EG) und die DSGVO (2016/679):
  • Vorheriges Opt-in erforderlich für Marketing-Anrufe in den meisten EU-Ländern
  • Geschäftszeiten: Kein EU-weiter Standard, aber kulturelle Normen beachten
  • Empfohlen: Mo-Fr 9:00-18:00 Uhr Ortszeit
  • Mittagszeiten vermeiden (12-14 Uhr in vielen Ländern, besonders Frankreich, Spanien, Italien)

International

Für Kampagnen an US-Verbraucherinnen und -Verbraucher halte dich an den Telephone Consumer Protection Act (47 USC § 227):
  • Zeitbeschränkungen: 8:00-21:00 Uhr Ortszeit der empfangenden Person
  • Gilt für B2C-Marketing-/Vertriebsgespräche
  • Ausnahmen: Transaktionsanrufe, B2B, vorherige Einwilligung
  • Bußgelder: Bis zu 43.792 $ pro Verstoß
  • FCC TCPA Rules
Empfohlene Einrichtung: Nutze 8:00-21:00 Uhr mit der Zeitzone des Kontakts (z. B. America/New_York, America/Chicago)
Kanadas Anti-Spam-Legislation (CASL) regelt kommerzielle elektronische Nachrichten:
  • Vorherige Einwilligung für kommerzielle Anrufe erforderlich
  • Provinzregeln können variieren
  • Best Practice: 8:00-21:00 Uhr Ortszeit
  • Quebec hat zusätzliche Verbraucherschutzregeln
  • Durchgesetzt durch die CRTC
Australiens Do Not Call Register Act 2006 setzt strenge Telemarketing-Regeln:
  • Zeitbeschränkungen: Mo-Fr 9:00-20:00 Uhr, Sa 9:00-17:00 Uhr, keine Anrufe am Sonntag
  • Basierend auf der lokalen Zeitzone der empfangenden Person
  • Hohe Bußgelder bei Verstößen
  • Mit dem Do Not Call Register abgleichen
  • Verwaltet von der Australian Communications and Media Authority (ACMA)

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